Passives Einkommen

Passiv Geld verdienen – wie geht das?

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Lesedauer: 8 Minuten

Bei der Art des Einkommens, das die meisten Menschen beziehen – zum Beispiel im Angestelltenverhältnis – wird für einen bestimmten Arbeits- oder Zeitaufwand eine entsprechende Vergütung bezahlt. Heute gibt es allerdings noch andere Möglichkeiten, um das eigene Einkommen aufzustocken oder vielleicht sogar gänzlich den Weg zu finanzieller Unabhängigkeit einzuschlagen, ohne jeden Tag arbeiten zu müssen. Die Rede ist vom passiven Einkommen. Doch es sei bereits vorweg verraten: Ohne Anstrengungen oder Investitionen ist auch beim passiven Einkommen kein Gewinn zu machen.

Was ist passives Einkommen – Definition und Mythos

Passives Einkommen bezieht sich auf die Einkünfte, die erzielt werden, ohne dass eine kontinuierliche, aktive Arbeitsbeteiligung von Dir erforderlich ist. Anders ausgedrückt: Du steckst in der Anfangsphase Zeit und Ressourcen in eine Einkommensquelle und diese beginnt dann, Geld für Dich zu verdienen, auch wenn Du nicht permanent daran arbeitest.

Klar ist bei allem Potenzial, das in einem passiven Einkommensstrom liegt: Über Nacht und ohne jegliche Anstrengung wird niemand reich. In den meisten Fällen musst Du in der Anfangsphase erhebliche Zeit, Energie und/oder Kapital investieren, um Deine passive Einkommensquelle aufzubauen.

Tipp:

Deine ersten Erfolge im passiven Einkommen erfordern oft Geduld und Durchhaltevermögen. Du solltest also realistische Erwartungen haben und damit rechnen, dass der Erfolg nicht sofort eintritt.

Muss ich Geld investieren, um ein passives Einkommen zu generieren?

Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Investitionen in diesem Bereich: Zeit und Geld.

E-Books, die Du bei Amazon verkaufst, wären ein Beispiel für passives Einkommen, das (zu Beginn) eher Deine Zeit und Arbeit erfordert, bis kontinuierlich Erträge erzielt werden können. Wenn Du lieber vorhandenes Kapital investieren möchtest, sind Aktien oder Immobilien passende Möglichkeiten. Die eine Methode benötigt primär Deine Arbeitskraft und Deine Zeit, die andere benötigt Geld.

Allerdings solltest Du beachten, dass es keine klare Trennlinie gibt. Wer ein E-Book verfassen möchte, muss vielleicht dennoch Geld in die Covergestaltung oder ins Marketing investieren, und wer Aktien kauft, steckt Zeit und Arbeit in die Recherche der richtigen Anlagestrategie.

Wichtig:

Du solltest beachten, dass es keine klare Trennlinie gibt. Wer ein E-Book verfassen möchte, muss vielleicht dennoch Geld in die Covergestaltung oder ins Marketing investieren, und wer Aktien kauft, steckt Zeit und Arbeit in die Recherche der richtigen Anlagestrategie.

Online Möglichkeiten für Dein passives Einkommen

Vielleicht hast Du keine Ersparnisse und möchtest dennoch passives Einkommen aufbauen. Aktien oder andere Investitionen kommen also eher nicht in Frage. Wie lässt sich dennoch passives Einkommen generieren ohne Startkapital?

  1. Affiliate-Marketing: Du kannst Partnerprogramme nutzen, um Produkte oder Dienstleistungen anderer Unternehmen zu bewerben. Wenn jemand über Deine Affiliate-Links kauft, erhältst Du eine Provision, ohne eigene Produkte verkaufen zu müssen.
  2. Digitale Produkte: Die Erstellung von E-Books, Online-Kursen oder Softwareanwendungen erfordert anfangs Arbeit, aber nach der Veröffentlichung können diese Produkte wiederholt verkauft werden, ohne zusätzliche Ressourcen bereitzustellen. Auch Apps eignen sich für passives Einkommen, wenn Du zum Beispiel programmieren kannst. In diesem digitalen Sektor ist ein den letzten Jahren ein neues Geschäftsmodell entstanden.
  3. Dropshipping: Als Online-Händler:in verkaufst Du Produkte, ohne physische Lagerbestände zu halten. Du kaufst die Produkte erst, wenn Du Bestellungen erhältst, und der Lieferant versendet sie direkt an den/die Kund:in. Doch Vorsicht: Beim Dropshipping sind die Handelsketten oft undurchsichtig. Bevor Du in das Business einsteigst, solltest Du Dich nach zuverlässigen und seriösen Handelspartnern umsehen. Außerdem solltest Du klären, wer beispielsweise für den Kundensupport zuständig ist oder bei defektiven Produkten haftet.

Aktienkauf als Passives Einkommen

Wertpapiere zu kaufen, gilt oft als eine der attraktivsten Optionen, um passiv Geld zu verdienen und beim eigenen Kapital nicht nur auf die geringen Zinsen angewiesen zu sein.

Die Vorteile von Aktien als passives Einkommen:

  1. Dividenden: Viele Unternehmen schütten regelmäßig Dividenden an ihre Aktionär:innen aus. Je mehr Aktien Du besitzt, desto mehr passives Einkommen durch Dividenden kannst Du verdienen.
  2. Wachstumspotenzial: Neben Dividenden bieten Aktien die Möglichkeit, von Kurssteigerungen zu profitieren. Wenn der Aktienkurs steigt, erhöht sich Dein Vermögen, ohne dass Du zusätzliche Arbeit leisten musst.
  3. Passive Anlagefonds: Du kannst passives Einkommen durch Investitionen in Investmentfonds und ETFs (Exchange-Traded Funds) erzielen. Diese Fonds bündeln das Geld vieler Anleger:innen und investieren es in eine breite Palette von Aktien.

Risiken und Chancen der Aktieninvestition:

  1. Risiko: Aktienmärkte bringen ein gewisses Risiko mit sich. Du solltest Dich also mit den Entwicklungen beschäftigen, eine langfristige Perspektive haben und besonnen auf kurzfristige Marktschwankungen reagieren, um eine stabile passive Einnahmequelle zu generieren. Durch den Kauf verschiedener Aktien streust und verminderst Du Dein Risiko.
  2. Geduld: Das passive Einkommen aus Aktien kommt nicht über Nacht. Es braucht Zeit, um Dividenden und Kursgewinne aufzubauen und Einkünfte zu erzielen. Geduld ist der Schlüssel.

Eine Familie sitzt auf der Terrasse vor einem Passivhaus

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Immobilien als passive Einkommensquelle aufbauen

Mit dem Kauf von Immobilien als Geldanlage lässt sich ein passives Einkommen durch Mieteinnahmen generieren. Wenn Du ein Gebäude besitzt, vermietest Du es an andere, die Dir monatliche Mietzahlungen leisten. Diese Mieteinnahmen können eine stabile Einkommensquelle darstellen, insbesondere wenn die Immobilie gut gewartet ist und in einer gefragten Lage liegt. Auch die zeitweise Vermietung über Airbnb kann ein passives Einkommen darstellen und eine ordentliche Rendite aufweisen.

Die Vermietung von Immobilien ist oftmals mit Verwaltungsaufgaben verbunden, wie die Instandhaltung des Gebäudes und die Verwaltung von Mietverträgen. Viele Vermieter:innen beauftragen jedoch Immobilienverwaltungsunternehmen, um diese Aufgaben auszulagern.

Potenzielle Risiken und Herausforderungen

Trotz der Chancen, mit Immobilien passiv Geld zu verdienen und einen langfristigen Ertrag zu erzielen, gibt es auch Risiken und Herausforderungen zu beachten. Zum Beispiel können Leerstände oder zahlungsunwillige Mieter:innen zu Einkommensverlusten führen. Die Instandhaltung von Immobilien ist ebenfalls kostspielig. Bei der Vermietung über Plattformen wie Airbnb sind rechtliche Bedingungen und gesetzliche Einschränkungen zu beachten.

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Methoden des passiven Einkommens auf einen Blick

Passives Einkommen, das vor allem zu Beginn Zeit und Arbeit erfordertPassives Einkommen, bei dem Startkapital notwendig ist
E-Books schreiben und verkaufenInvestition in Dividendenaktien
Bloggen oder Content-Erstellung für WerbeeinnahmenInvestment in Investmentfonds oder ETFs
Aufbau eines Affiliate-Marketing-GeschäftsImmobilieninvestitionen (z. B. Vermietung)

Passives Nebeneinkommen: Deine langfristige Chance

Das Versprechen vom passiven Einkommen, mit dem sich fast wie nebenbei Geld verdienen lässt, ist zweifellos ein faszinierendes Konzept. Die Chancen und Risiken müssen allerdings gegeneinander abgewogen werden.

Chancen:

  • Passives Einkommen kann durch verschiedene Quellen wie Dividendenaktien, Immobilien oder digitale Produkte erzielt werden.
  • Es bietet die Chance, finanzielle Stabilität zu erreichen und gleichzeitig Deine Zeit freier zu gestalten.
  • Selbst ohne anfängliches Kapital kannst Du passive Einkommensströme entwickeln, indem Du in Deine Fähigkeiten und Ressourcen investierst.

Herausforderungen und Risiken:

  • Passives Einkommen erfordert oft Geduld und langfristige Planung, da der Erfolg nicht sofort eintritt.
  • Es gibt potenzielle Risiken, wie Marktschwankungen bei Aktien oder Leerstände bei Immobilien.
  • Die Auswahl der passenden Strategie und eine umfassende Vorbereitung sind entscheidend, um mögliche Fallstricke zu minimieren.

Ein passives Einkommen generieren, mit dem Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest und Deine finanzielle Freiheit erreichst? Das kann funktionieren, wenn Du bereit bist, die notwendige Zeit und Arbeit oder eben das erforderliche Geld zu investieren. Denn einfach im Schlaf und ohne Anstrengungen Gewinne erzielen, so wie es oft versprochen wird – das gelingt in der Realität eher selten. Passives Einkommen lässt sich jedoch während des Studiums, der Selbstständigkeit oder auch neben der Erwerbstätigkeit verdienen.