Winterschäden? Jetzt Haus sanieren!

Winter adé: Haus sanieren und Schäden vorbeugen

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Schnee, Eis und Frost können Häuser empfindlich beschädigen. Kontrolliere Dach, Fassade und Holzelemente daher nach der kalten Jahreszeit. Hast Du Winterschäden zu beklagen? Dann saniere Dein Haus zeitnah, bevor teure Folgeschäden entstehen! Wenn Du Dich rechtzeitig finanziell absicherst, kannst Du die Sanierungskosten problemlos stemmen. Nimm dafür auch die Leistungen von Versicherungen in Anspruch. Der beste Schutz gegen Winterschäden heißt aber: Vorbeugung.

Sobald der letzte Schnee geschmolzen ist, werden sie sichtbar: Die Schäden, die durch die kalte Last und die tobenden Winterstürme an Wohnhäusern entstanden sind. Du bist ebenfalls davon betroffen? Dann solltest Du nicht lange zögern und beginnen, Dein Haus zu sanieren, um Folgeschäden zu vermeiden. Wir zeigen Dir, worauf Du achten musst, wenn Du Dein Haus sanierst.

 

Was sind typische Winterschäden?

  • Dach: Durch Stürme können sich Ziegeln lösen, wodurch Feuchtigkeit ins Dach eindringt.
  • Regenrinne: Laubreste und Schmutz können den Wasserabfluss behindern.
  • Fassade: Durch den Frost kann Farbe abblättern und Risse im Putz entstehen.
  • Solaranlage: Durch Stürme und Frost nehmen die Module oft Schaden.
  • Holzelemente: Sie sind besonders anfällig für Witterungseinflüsse. In feuchten Holzelementen fühlen sich Schimmel und Pilze besonders wohl.
  • Fenster, Türen, Rollläden: Durch Stürme und Frost können Schäden entstehen, wodurch diese Elemente nicht mehr richtig schließen.

Winterschäden können also in vielen Bereichen entstehen. Überprüfe Dein Haus im Frühling daher unbedingt auf Mängel und saniere es möglichst bald.

  • Beschädigtes Dach Stillkost/stock.adobe.com

    Beschädigte Dachziegel durch Hagel

  • Risse in der Hauswand Lina/stock.adobe.com

    Durch Frost können Risse in der Hauswand entstehen

  • Schimmel an einer Wand iStock.com/Evgen_Prozhyrko

    Schimmel an einer Hausinnenwand

Beschädigte Dachziegel durch Hagel Durch Frost können Risse in der Hauswand entstehen Schimmel an einer Hausinnenwand

Vorgehensweise bei der Haussanierung

Bevor Du Dich an die Arbeit machst, identifiziere erst einmal alle Mängel. Entdeckst Du einen Schaden, solltest Du diesen möglichst schnell beheben. Das hat verschiedene Gründe:

  • Zum Jahresbeginn haben Bauunternehmen üblicherweise weniger Aufträge als in Sommer und Herbst. Du hast gute Chancen, dass eine schnelle Anfrage zügig bearbeitet wird.
  • Einige Schäden (z. B. Risse in der Fassade) verschlimmern sich im Laufe der Zeit, wenn Du nichts dagegen tust.
  • Dringt Wasser in das Haus ein (z. B. durch lockere Dachziegel) kann sich Schimmel bilden. Dadurch entwickeln sich hohe Folgekosten.

Wenn Du feststellst, dass Dein Haus sanierungsbedürftig ist, solltest Du die Arbeiten priorisieren und bei Bedarf eine Fachkraft hinzuziehen. Einigen Bereichen solltest Du erhöhte Aufmerksamkeit schenken.

Rufe für abfallende Dächer eine:n Expert:in

Das Dach solltest Du besonders sorgfältig untersuchen. Wenn sich Ziegel lösen, dringt schnell Wasser ein. Im schlimmsten Fall wird das Dämmmaterial angegriffen oder Schimmel verursacht. Ein Flachdach begutachten geübte Heimwerker:innen problemlos selbst. Bei anderen Dachformen sollte ein Profi ran, weil hier erhöhte Sturzgefahr besteht. Achte auch auf die Einschlüsse am Kamin, da Frost diese oft beschädigt.

Tipp:

Untersuche abfallende Dächer aus Sicherheitsgründen nicht selbstständig. Hole Dir dafür Hilfe von einem/einer Spezialist:in. Das ist auch aus versicherungstechnischen Gründen sinnvoll. Denn viele Versicherungen kommen nicht für Schäden am Dach auf, wenn Du es nicht regelmäßig von einem/einer Expert:in begutachten lässt. Falls Du eine Solaranlage besitzt, sollte ebenfalls von einer Fachkraft geprüft werden, ob diese nach dem Winter noch einwandfrei funktioniert.

Befreie die Dachrinne von Schmutz und Laubresten. Prüfe dabei, ob sich durch den Frost Risse gebildet haben. Bessere diese im Idealfall direkt aus, damit das Wasser optimal abläuft.

Beseitige Fassadenrisse zeitnah

Auch um Risse in der Fassade solltest Du Dich möglichst schnell kümmern. Wenn eindringendes Wasser gefriert, platzen diese weiter auf. Klopfe die Wände ab und mache hohle Stellen ausfindig. Ausgeblichene Farbe kannst Du selbstständig nachstreichen.

Tipp:

Werfe auch einen Blick auf den Balkon. Wenn es sehr kalt ist, können Betonteile abspringen. Lässt Du dies unbehandelt, stürzt der Balkon im schlimmsten Fall ab.

Prüfe Fenster und Heizung

Holz ist besonders anfällig gegenüber Regen und Schnee, da Feuchtigkeit das Material angreift und die Schimmel- sowie sowie Pilzbildung begünstigt. Prüfe daher im Frühling unbedingt alle Holzelemente an Deinem Haus wie Balkongeländer und Fensterrahmen auf Winterschäden. Checke auch Fenster, Türen und Rollläden. Stürme oder Frost können diese in Deiner Funktionalität beeinträchtigen.

Warte außerdem die Heizung. Durch den ständigen Betrieb kann sich ihre Effizienz verringern. Wenn Du direkt von einer Fachkraft warten lässt, hast Du es auch im nächsten Winter wieder angenehm warm.

 

So deckst Du die Sanierungskosten

Je nachdem, wie schlimm die Winterschäden sind, können Sanierungsmaßnahmen sehr teuer werden. Kümmere Dich daher rechtzeitig um die Finanzierung, wenn Du Dein Haus modernisieren oder sanieren möchtest. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten für staatliche Förderungen wie Sanierungskredite.

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Versichere Dich gegen Frostschäden!

  • Wohngebäudeversicherung: Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus. Das kann dazu führen, dass Wasserrohre platzen. Für Wasserrohrbrüche kommt die Wohngebäudeversicherung auf.
  • Hausratsversicherung: Sie zahlt Schäden, die durch Leitungswasser entstehen.
  • Private Haftpflichtversicherung: Wenn z. B. durch ein geplatztes Rohr ein Schaden bei dem/der Nachbar:in auftritt, übernimmt die Haftpflichtversicherung dessen Kosten.
Tipp:

Halte trotz Versicherung Deine Sorgfaltspflicht ein. Sonst weigern sich Versicherungen eventuell, für entstandene Schäden aufzukommen. Lass Deine Wohnung daher bei Frost nie völlig unbeheizt und drehe alle Wasserhähne im Freien zu.

Beuge Winterschäden vor

Du weißt nun also, wie Du Winterschäden im Frühling behebst. Am besten wartest nicht zu lange, sondern machst Dich gleich an die Arbeit. Ergreife in Zukunft einige Maßnahmen, um Schäden durch Schnee und Frost gar nicht erst entstehen zu lassen. So musst Du Dein Haus nach der nächsten Kälteperiode nicht schon wieder sanieren. Folgendes kannst Du tun:

  • Schnee schieben, vor allem an Kellerfenstern, Hausecken und Türen sowie auf dem Flachdach
  • Bringe Holzdielen auf der Terrasse in einer leichten Schräglage an, sodass Wasser abfließen kann
  • Immer ausreichend heizen
  • Regelmäßig lüften
  • Wasserstaus auf dem Dach auflösen
  • Heizung vor dem Winter kontrollieren (lassen)

Mit diesen Winterschutzmaßnahmen beugst Du vor allem der Schimmelbildung vor. So bist Du bestens gerüstet für die kalte Jahreszeit. Für Hausbesitzer:innen ist es natürlich ideal, von Anfang an für notwendige Sanierungen Geld anzusparen, beispielsweise mithilfe eines Tagesgeldkontos.