Förderung von Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Anlagen-Förderung: Möglichkeiten auf einen Blick

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Die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt werden in der letzten Zeit immer wichtiger. Sie betreffen heute fast alle Bereiche unseres Lebens: Von Recycling bis hin zu alternativen Energien. Nicht nur die Politik muss diese Mammutaufgabe bewältigen, sondern jede:r Einzelne ist dabei gefragt. Du überlegst bereits, Deinen Beitrag zu leisten? Wer zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Hausdach installiert, der kann mit einer staatlichen Förderung rechnen – und ganz nebenbei noch richtig Geld sparen. Neben der Solarenergie kannst Du auch auf Biomasse-Heizungen oder moderne Wärmepumpen setzen. Lies hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Förderoptionen.

Nachhaltig zu leben, ist eines der wichtigen Ziele unserer Zeit. Eine Photovoltaik-Anlage (kurz PV-Anlage) ist eine gute Möglichkeit, sich von großen Stromanbietern unabhängig zu machen. Mit einer gezielten staatlichen Förderung der Photovoltaik-Technik möchten Bund und Länder auch Privatpersonen zum Bau animieren. Auch Baufinanzierungen zum Neu- und Anbau einer solchen Anlage sind interessant. Wir bieten Dir eine Übersicht über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten für PV- und Solaranlagen.

Nachhaltig Energie gewinnen, lohnt sich das?

Ganz klar, ja. Nicht nur für das Gewissen lohnt sich das, auch auf der Stromrechnung wird das sichtbar. Eine kleine Photovoltaik-Anlage beispielsweise liefert Dir genug Energie, um Deinen Jahresbedarf ganz oder teilweise zu decken. Ein Beispiel: Du benötigst in Deinem Haus pro Jahr etwa 4.000 Kilowattstunden Strom. Eine einfache Photovoltaikanlage kann Dir bei optimalen Bedingungen bereits rund 1.200 kWh liefern. Den Rest, den Du im Moment nicht verbrauchst, kannst Du ins öffentliche Netz einspeisen. Die Einspeisung wird mit 8,2 Cent pro Kilowattstunde bei Anlagen bis 10 kWp vergütet. Bei Anlagen bis 40 kWp beträgt die Vergütung 7,1 ct/ kWh und bei Anlagen bis 100 kWp 5,8 ct/kWh (Stand November 2023).

Wichtig:

Diese Sätze gelten für Anlagen, die ab dem 30. Juli 2022 in Betrieb gegangen sind.  Für Anlagen, die 2024 in Betrieb genommen werden, sollen sie wieder gesenkt werden.

Wenn Du einen zusätzlichen Batteriespeicher einbaust, dann kannst Du sogar etwa 70 Prozent Deines selbst-produzierten Stroms nutzen.

Wie viel kannst Du also konkret sparen? Gehen wir von Kosten von 35 ct/kWh bei Strom vom Strombetreiber und von 10 bis 16 ct/kWh für Deinen selbsterzeugten Strom aus. Wenn Du Deinen Strom selbst produzierst, sparst Du in diesem Beispiel also zwischen 14 und 20 Cent/kWh. Der hohe Preis der Stromanbieter kommt vor allem durch Umlagen zustande. Dazu zählen zum Beispiel Konzessionsabgaben. Diese Abgaben müssen Stromanbieter an die Gemeinden zahlen, um die öffentlichen Wege für ihre Leitungen nutzen zu dürfen. Ebenfalls sind Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fällig. Damit wird der weitere Ausbau erneuerbarer Energie finanziert. Da der Stromanbieter vom Netzbetreiber abweichen kann, können hier ebenfalls zusätzliche Kosten entstehen. Der Stromanbieter muss dem Netzbetreiber für das Verwenden seiner Leitungen Gebühren entrichten. Diese muss der/die Endverbraucher:in in den Umlagen zusätzlich zahlen.

Um die Stromrechnung gering zu halten, ist es also sinnvoll, selbst Strom zu produzieren. Ein weiterer Vorteil ist: Du kannst den Strom mit einer geförderten Photovoltaik-Anlage direkt dort erzeugen, wo er gebraucht wird – und das kostengünstig und nachhaltig bei Dir auf dem Dach. Das langfristige Sparpotenzial ist also groß.

Natürlich musst Du zunächst investieren: Die Anschaffungskosten für eine Photovoltaik-Anlage liegen pro Kilowatt Leistung bei rund 1.500 – 2.500 Euro. Allerdings unterstützt der Staat mit gezielten Förderungen solche Projekte.

Photovoltaik-Anlage & Co.: Was ist was?

Wenn es um nachhaltiges Bauen oder Renovieren geht, dann fallen immer wieder die unterschiedlichsten Begriffe. Von der Solarthermie bis hin zur Photovoltaik-Anlage: Staatliche Förderungen gibt es für jedes Modell. Um die optimale Lösung für Dein zu Hause zu finden, haben wir hier einen Überblick über die wichtigsten Systeme zusammengestellt:

Photovoltaik

Diese Technik nutzt die Sonne, um Energie – sogenannten Solarstrom – zu erzeugen. Durch Solarzellen in den Photovoltaik-Platten wird die Kraft der Sonne gebündelt und in elektrische Energie umgewandelt. Ein Stromspeicher sichert die gewonnene Energie. Diese Anlagen sind besonders dort gefragt, wo kein Anschluss an das öffentliche Stromnetz besteht. Aber auch für Hausbesitzer:innen ist diese Technologie interessant. Damit kannst Du Deinen Eigenbedarf an Strom in Deinem Eigenheim einfach und umweltfreundlich selbst decken.

Solarthermie

Auch hierbei wird die Sonnenenergie genutzt. Allerdings wird nicht Strom erzeugt, sondern ein Gemisch aus Wasser und Frostschutz in Solarkollektoren erhitzt. Ein Wärmetauscher bündelt die gesammelte Energie dann in einem Solarspeicher (Pufferspeicher). Diese Methode ist besonders effektiv, um damit Warmwasser zu bereiten und Heizenergie einzusparen.

Wärmepumpen

Dabei wird die thermische Energie in Boden, Luft und Grundwasser genutzt. Vereinfacht gesagt, funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank – das Gerät sammelt die Umgebungswärme und gibt sie dann als Heizenergie im Haus wieder ab.

Energie aus Biomasse

Dazu zählt Energie, die aus der Fermentierung oder Verbrennung organischer Masse gewonnen wird, also auf Basis von Holz, Gas, pflanzlichen oder tierischen Abfällen. Das beste Beispiel ist die Biogasanlage. Die wenigsten privaten Haushalte nutzen eine eigene Biogasanlage. Es gibt allerdings gemeinschaftlich genutzte Anlagen in Kooperation zum Beispiel mit einem/einer Landwirt:in. Dagegen ist eine Holzpelletheizung für den rein privaten Gebrauch ideal. Die Installation ist zwar mit höheren Kosten verbunden, allerdings sparst Du langfristig im Gegensatz zu einer Öl- oder Gasheizung.

Wichtig:

Aber Achtung: Beim neuen Gebäudeenergiegesetzt (GEG), das zum 1. Januar 2024 in Kraft tritt, wird die Pelletheizung zwar als nachhaltig eingestuft, in der Realität gibt es jedoch ein Problem: Denn beim Verbrennen des Holzes wird zwar nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum aufgenommen hat, doch dies geschieht innerhalb sehr kurzer Zeit. Um das auszugleichen, müsste ein neuer Baum innerhalb der gleichen Zeit wieder nachwachsen.

Neben diesen Systemen und Techniken gibt es immer wieder neue Entwicklungen und Innovationen. Eine davon ist beispielsweise die Wasserstoff-Technologie, die gerade für die Mobilität von morgen eine große Rolle spielen könnte. Auch dabei gibt es Ansätze, Wasserstoff-Autos zu Hause mit Energie zu versorgen.

Was genau wird gefördert?

Es gibt derzeit zwei unterschiedliche Arten der Förderung für Photovoltaik-Anlagen und andere nachhaltige Energiesysteme. Zum einen die sogenannte Investitionsförderung. Das heißt, dass Du beim Kauf und Bau einer Anlage Zuschüsse bekommst.

Die zweite Möglichkeit ist die „betriebliche“ Förderung in Form einer Einspeisevergütung. Diese basiert auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Wenn Du diese Förderung in Anspruch nimmst, musst Du einen Teil des erzeugten Stroms, der über den Eigenverbrauch hinaus erzeugt wird, ins öffentliche Netz einspeisen.

Für eine Förderung kommen übrigens nicht nur neue Photovoltaik-Anlagen in Betracht. Auch für nachträgliche Optimierungen an bestehenden Anlagen gibt es Zuschüsse vom Staat.

Tipp:

Um die richtige Photovoltaik-Förderung zu finden, solltest Du diese Punkte beachten:

  • Wird eine neue Anlage installiert oder die bestehende erweitert?
  • An wen richtet sich das Förderprogramm? Meist gibt es unterschiedliche Förderungen für Firmengebäude und Privathäuser.
  • Welchen Photovoltaik-Anlagen-Typ möchtest Du installieren? Hierfür können je nachdem unterschiedliche Summen zur Verfügung stehen.

Diese Finanzierungsmöglichkeiten gibt es derzeit

Du hast unterschiedliche Möglichkeiten, um Deine Photovoltaik-Anlage oder andere nachhaltige Systeme finanzieren und fördern zu lassen. Wir haben die wichtigsten für Dich zusammengetragen:

Kredite bei Deiner Hausbank

Bei der Förderung von Photovoltaik-Anlagen hast Du die Möglichkeit, auf Kredite von Banken zurückzugreifen. Die PSD Bank Nürnberg bietet speziell für nachhaltige Projekte den PSD GrünKredit an. Damit erhältst Du besonders attraktive Konditionen, beispielsweise um Deine Photovoltaikanlage zu finanzieren.

Attraktive Konditionen beim PSD GrünKredit

Egal ob für Deine Photovoltaik-Anlage oder die energetische Sanierung – wir unterstützen Dich auf Deinem Weg zum grüneren Zuhause.

Jetzt informieren

Mit dem Privatkredit lassen sich verschiedene Arten von Projekten realisieren:

  • Modernisierung und Sanierung Deines Eigenheims
  • Bau einer Photovoltaik-Anlage
  • Erweiterung von bestehenden Anlagen

Förderungen durch die BEG

Seit Juli 2021 vereint die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) die Zuschuss- und Förderprogramme von KfW und BAFA im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren und unterteilt sie unter anderem in BEG WG (Wohngebäude) und BEG EM (Einzelmaßnahmen). Du kannst sie dadurch mit einem einzigen Formular beantragen.

Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert bestimmte Einzelmaßnahmen, die zu einer höheren Energieeffizienz bei Gebäuden beitragen mit Zuschüssen. Das bedeutet, dieses Geld musst du nicht zurückzahlen.
Dabei wird zwar nicht die Photovoltaik-Anlage selbst gefördert, aber diverse Einzelmaßnahmen, die sich vielleicht im Zusammenhang mit Deinem Projekt lohnen. Beispielsweise erhältst Du Zuschüsse für Solardachziegel, wenn Du Dein Dach dämmst.

Unterstützung mithilfe eines KfW-Kredits

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Finde mit unserem Online-Rechner schnell & einfach heraus, welche Fördermittel es für Dein Vorhaben gibt.

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Nachhaltiges Bauen

Die klassische KfW-Förderung richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Du erhältst diese Unterstützung sowohl beim energieeffizienten Neubau als auch bei der Nachrüstung einer Bestandsimmobilie mit moderner Haustechnik, die nachhaltige Energiequellen nutzt.

Dazu zählen vor allem Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme. Die KfW fördert sowohl Photovoltaik-Anlagen als auch interne Versorgungsnetze und Speicher, um die erzeugte Energie zu Hause zu speichern.