Inhaltsverzeichnis

Cost-Average-Effekt

Du bist hier:
< Alle Themen

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Begriff stammt aus dem Englischen und lässt sich sinngemäß mit „Durchschnittskosteneffekt“ übersetzen. Die deutsche Bezeichnung liefert Dir bereits einen verständlichen Ausblick, was damit gemeint ist: Die Kurse von Investitionen können sinken und steigen. Indem Du regelmäßig über einen längeren Zeitraum einen gleichbleibenden Betrag in sie investierst, mittelt sich Dein Einstiegspreis (Kaufpreis). Denn dieser liegt mal unter und mal über Deinem Investitionsbetrag.

 


Info:
In der Praxis wird der Begriff vor allem mit der Geldanlage auf dem Kapitalmarkt assoziiert, beispielsweise bei Sparplänen auf ETFs oder bei über einen längeren Zeitraum gestreckten Investitionen in Aktien. Bei Immobilien findet er hingegen keine Anwendung. Denn eine Immobilie erwirbst Du zu einem festen Betrag, welchen Du dann gegebenenfalls über Fremdkapital über längere Zeit inklusive Zins abbezahlst.

 

 

Geld anlegen: Eine Frau hält eine Tasse in den Händen

Sparen mit der PSD Bank Nürnberg

Mit dem Wertpapiersparplan meinSparplan kannst Du schon ab einer monatlichen Sparrate von 25 Euro Vermögen aufbauen.

Beispiel für den Cost-Average-Effekt bei ETFs

Anhand eines dauerhaft aktivierten Sparplans lässt sich der Effekt von gemittelten Kosten/Einstiegspreisen gut erläutern. Stell dir vor, Du möchtest jeden Monat 100 Euro in einen ETF investieren. Dieser hat zum Zeitpunkt der Sparplanerstellung einen Kurswert von exakt 100 Euro. Im ersten Monat erhältst Du daher genau einen Anteil für deine investierten 100 Euro. Im nächsten Monat bricht der dem ETF zu Grunde liegende Index um 10 Prozent ein. Zum Zeitpunkt der Sparplanausführung beträgt der Kurswert also 90 Euro, Du investierst aber weiterhin 100 Euro. Dadurch erhältst Du nun 1,1 Anteile. Dein Durchschnittseinstiegspreis über diese zwei Monate beträgt also 95 Euro.

Vorteile des Cost-Average-Effekts

Vorteile erzielst Du vor allem in sehr schwankenden Marktphasen oder bei schwankenden Aktien. Durch die Streckung über einen Zeitraum und einen gleichbleibenden Investitionsbetrag machst Du Dir damit auch schlechte Marktphasen zunutze. Denn für die identischen Geldsumme erhältst Du mehr Anteile. Das steigert Deine zukünftige Renditeerwartung, wenn sich deine Investition wieder erholt und Kursgewinne produziert.
 

 

Nachteile des Cost-Average-Effekts

Bewegen sich die Kurse ab der ersten Investition nur noch nach oben, würden auch die Durchschnittskosten bei weiteren Investitionen steigen. In diesem Fall hätte eine Einmalanlage der kompletten Investitionssumme höhere Renditen produziert, da sie zum damaligen Zeitpunkt einen günstigeren Einstiegszeitpunkt hätte. Du solltest aber bedenken, dass natürlich niemand vorhersehen kann, wie sich die Märkte oder eine Aktie bewegen. Deshalb sind solche Feststellungen nur rückwirkend möglich.