Effektiver Jahreszins

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Effektiver Jahreszins bei der Baufinanzierung

Bei einer Baufinanzierung gibt es zahlreiche Aspekte, die berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen:

  • die Summe des Darlehens
  • der effektive Jahreszins
  • die Ratenhöhe
  • die Anzahl der Raten
  • die Zinsbindungsfrist
  • die Gesamtkosten
  • Möglichkeiten der Ablöse und der Anschlussfinanzierung

Der effektive Jahreszins – er ist auch unter dem Namen Effektivzins bekannt – ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Denn er gestaltet die Kreditkosten und er ist auch ein gutes Kriterium, um unterschiedliche Baufinanzierungen miteinander zu vergleichen.
 

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Was genau ist der Effektivzins?

Für einen Kredit berechnet der Kreditgeber Zinsen. Dies ist seine Einnahme dafür, dass er einem anderen eine bestimmte Summe leiht. Wer die Produkte rund um Baufinanzierungen prüft, wird feststellen, dass immer zwei Arten von Zinsen ausgewiesen werden, mit denen ein Kredit bezüglich seiner Zinsen beschrieben werden kann. Der Sollzins ist die klassische Zinszahlung. Auf dessen Basis wird die Ratenhöhe berechnet. Dieser ist somit zu zahlen. Der Effektivzins ist in der Regel aber höher: In diesem sind auch andere Beträge mit eingerechnet, weshalb man ihn auch als Bruttozins oder rechnerischen Zins bezeichnet.

 


Wichtig:
Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber, dass die meisten Gebühren und Kosten, die im Rahmen einer Finanzierung berechnet werden, im Effektivzins von den Banken berücksichtigt werden müssen. Jedoch gibt es Ausnahmen, zum Beispiel die Restkreditversicherung, mit der sich der Kreditgeber absichern kann – beispielsweise für den Fall, dass der Kreditnehmer arbeitslos wird und seine Zahlungen nicht mehr leisten kann.

 

 

Welcher Zins ist zu berücksichtigen?

Mit dem effektiven Jahreszins kannst Du unterschiedliche Angebote hinsichtlich der Zins- und sonstigen Kosten gut vergleichen. Mit Sollzinsen ist ein solcher Vergleich um einiges ungenauer. Denn bei gleichen Sollzinsen kann die Finanzierung im Endeffekt sehr unterschiedlich ausfallen. Es ist meistens so, dass dies mit der Verrechnung der Tilgung zusammenhängt. Wenn die Zinsen nicht parallel zur Tilgung berechnet werden, verändert sich der effektive Jahreszins und weicht vom Sollzins ab. Für den Vergleich von Krediten und der Effektivzinsen ist es wichtig, dass auch die Kreditlaufzeiten dieselben sind.

Nominalzins

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Was versteht man unter einem Nominalzins?

Der Nominalzins gibt den Zinssatz an, den ein:e Anleger:in auf sein/ihr angelegtes Geld bekommt oder den ein:e Kreditnehmer:in für sein/ihr Darlehen an die Bank zu zahlen hat. Dieser Satz berücksichtigt jedoch nicht die Kosten und Gebühren, die das Kreditinstitut zusätzlich berechnet. Den tatsächlichen Gewinn beziehungsweise die realen Kosten eines Darlehens beziffert nur der effektive Jahreszins, in den diese Posten eingerechnet sind. Seit der Novellierung der Verbraucherrechterichtlinie 2010 heißt der Nominalzins offiziell Sollzins.

Der Sollzins kann variabel oder fest vereinbart werden

Grundsätzlich wird zwischen einem festen und einem variablen Sollzins unterschieden: Ein variabler Sollzins kann sich innerhalb der Kreditlaufzeit ändern, weil er kontinuierlich an den Bedingungen des nationalen Kapitalmarkts ausgerichtet wird – er kann daher teurer oder günstiger werden. Ein fester Sollzins bleibt für die gesamte Dauer eines Darlehens konstant. In aller Regel wird für mittel- und langfristige Kredite ein fester Satz, für kurzfristige dagegen häufiger ein variabler Zinssatz vereinbart.

Welche Faktoren nehmen Einfluss auf die Höhe des Nominalzinses?

Die Höhe des Nominalzinses hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wesentlichen Einfluss hat der Umstand, zu welchem Preis die Bank selbst sich Geld leihen kann und wie die mit der Bank konkurrierenden Kreditinstitute ihre aktuelle Preispolitik gestalten. Die allgemeine Lage am Kapitalmarkt wird dabei wesentlich vom sogenannten Leitzins der Europäischen Zentralbank bestimmt, der den Grundtenor des Zinsniveaus in der Europäischen Union vorgibt. Seit März 2016 liegt dieser Leitzins bei 0,00 Prozent – ein historischer Tiefstand, der denkbar günstige Zinskonditionen zur Folge hat.

Bei Immobilienkrediten folgen die Banken fast immer der Regel, dass der Nominalzins umso höher angesetzt wird, je länger eine Zinsfestschreibung erfolgen soll. Dabei wirkt sich auch die Bonität des Darlehensnehmers unmittelbar aus: Je geringer diese ist, desto größer ist das Risiko, dass der Kredit „notleidend“ wird – und dieses Risiko wird über die Kreditzinsen „eingepreist“.

 

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Wichtig:

Speziell bei Baufinanzierungen honorieren die Kreditinstitute überdies die Höhe des eingebrachten Eigenkapitals durch einen niedrigeren Nominalzins.

 

 

Kreditinstitute müssen immer auch den effektiven Jahreszins ausweisen

Um Kredite für Verbraucher:innen vergleichbar zu machen, schreibt der Gesetzgeber vor, dass Banken und Sparkassen im Rahmen der Preisangabenverordnung neben dem Sollzins auch den effektiven Jahreszins offenlegen müssen. Er enthält alle Kosten und Gebühren, die in irgendeiner Art und Weise mit dem Darlehen verbunden sind und weist daher die reale Zinslast aus.

Kreditwürdigkeit

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Was bedeutet Kreditwürdigkeit?

Die Begriffe Kreditwürdigkeit und Bonität haben dieselbe Bedeutung. Sie stehen für die Eigenschaft eines Schuldners/einer Schuldnerin, für die Dauer des Kreditvertrages seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig nachkommen zu können. Sofern Dir eine autorisierte Stelle eine hohe Bonität bescheinigt, geht sie davon aus, dass ihr Ausfallrisiko aufgrund Deiner möglicherweise auftretenden Zahlungsunfähigkeit gering ist.

Wer interessiert sich für Deine Kreditwürdigkeit?

Diese Eigenschaft ist für alle Banken und Unternehmen interessant, die mit Dir einen längerfristigen Vertrag eingehen oder Dir Geld leihen. Ein klassisches Beispiel ist die Aufnahme eines Baukredits. Um sicherzustellen, dass Du die vereinbarten Raten plus Zinsen bis zur vollständigen Tilgung des Kredits zurückzahlen kannst, holt die Bank bei einer geeigneten Auskunftei Informationen über Deine finanziellen Verhältnisse, etwaige Schulden und bereits bestehende Kreditverpflichtungen ein. Auch vor der Vergabe von Sofortkrediten, Leasinggeschäften oder der Anmietung einer neuen Wohnung wird dieses Verfahren angewandt.

Wer prüft die Kreditwürdigkeit in Deutschland?

Die bekannteste Auskunftsstelle in Deutschland ist die Schufa. Entgegen der landläufigen Meinung ist dies keine staatliche Behörde, sondern eine privatrechtliche Institution. Die Schufa erhält Deine Daten von Firmen und Banken, mit denen Du im täglichen Leben Geschäfte und Verträge abschließt. Im Gegenzug übermittelt sie auf Anfrage die Auswertungen zur Bonität und Zahlungsbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen.


Info:

Seit 2010 gibt es ein Gesetz, das jedem Bürger das Recht einräumt, einmal jährlich kostenfrei die eigene Bonität zu überprüfen.

 

Wie kannst Du Deine Kreditwürdigkeit positiv beeinflussen?

Eine durchgängig gute Zahlungsmoral wirft ein positives Licht auf Dein Zahlungsverhalten. Ob Schufa oder andere Auskunftei: Alle arbeiten nach dem gleichen Muster. Zur Berechnung verwenden Sie folgende Datensätze:

  • Zahlungsverhalten
  • Inkassodaten
  • aktuelle Verpflichtungen wie Konten und Kredite
  • Kreditanfragen
  • Gerichtsinformationen

Anhand dieser Daten wird Dein persönlicher Score errechnet und immer wieder aktualisiert. Nach drei Jahren werden die alten Einträge vollständig gelöscht. Ein negativer Eintrag kann Dich also nicht unendlich lange verfolgen. Darüber hinaus hast Du die Möglichkeit, geringe Beiträge unter 1.000 Euro nach erfolgter Zahlung löschen zu lassen. Da sich zahlreiche Kreditanfragen negativ auf Deine Bonität auswirken können, solltest Du beim Vergleich mehrerer Kreditangebote darauf achten, dass Deine Bank bei der Schufa ausdrücklich eine „Anfrage Kreditkonditionen“ zur Immobilienfinanzierung stellt.

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Mitschuldner

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Was ist ein:e Mitschuldner:in?

Ein:e Schuldner:in ist jemand, der/die eine Schuld auf sich nimmt, z. B. die Schuld aus einem Kredit. So ein Kredit kann aber auch von mehreren Personen aufgenommen werden: Wenn sich mehrere Personen gemeinsam Geld bei der Bank leihen, gibt es normalerweise eine:n Hauptschuldner:in und eine:n oder mehrere Mitschuldner:innen. Wichtig dabei ist, dass alle beteiligten Schuldner:innen Gesamtschuldner:innen sind. Das bedeutet, dass alle Beteiligten für die gesamte Kreditsumme haften.


Info:

Der/Die Hauptschuldner:in ist derjenige/diejenige, an den/die sich die Bank zuerst wegen der Tilgung des Kredits wendet. Erst wenn diese Person zahlungsunfähig wird, wendet sich die Bank an die anderen Schuldner:innen aus dem Vertrag. Gäbe es nur eine:n einzigen Schuldner:in, müsste die Bank in diesem Fall andere Maßnahmen einleiten, um das Darlehen zurückzufordern, z. B. ein Mahnverfahren anstoßen.

Beispiele für gängige Schuldverhältnisse mit Mitschuldner:innen

Das gängigste Beispiel, wie Du bei einem privaten Kredit zum/zur Mitschuldner:in wirst, ist ein Kredit für eine große Anschaffung, z. B. für ein Auto oder für eine Immobilie. Du schließt bei der Bank gemeinsam mit Deinem/Deiner Partner:in einen Kreditvertrag, damit Ihr gemeinsam euer Traumauto oder ein Haus kaufen könnt. Ob und wie Ihr die Kosten unter Euch aufteilt, bleibt dabei Euch selbst überlassen. Die Bank interessiert nicht, wer wie viel zum Kredit beisteuert und wer das Auto nutzt.

Die zweite Person bietet der Bank lediglich eine zusätzliche Sicherheit, dass die hohe Summe auch dann zurückgezahlt werden kann, wenn einer der Vertragspartner:innen plötzlich arbeitslos wird oder andere ungeahnte finanzielle Belastungen erfährt.

Wegen der zusätzlichen Sicherheit für die Bank kann ein gemeinsamer Kredit auch dann nützlich sein, wenn der/die Hauptschuldner:in normalerweise nicht so leicht an ein Darlehen kommen würde. Das kann z. B. der Fall sein, wenn der/die Hauptschuldner:in ein relativ geringes Einkommen hat oder nur über wenig Vermögen verfügt, das er/sie der Bank als Sicherheit anbieten könnte.

Auch im geschäftlichen Umfeld kommt es häufig vor, dass ein Kredit von mehr als einer Person aufgenommen wird.

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Darlehen

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Was ist ein Darlehen?

Ein Darlehen ist ein im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelter schuldrechtlicher Vertrag, bei dem der Darlehensgeber Dir als Darlehensnehmer:in für eine vertraglich vereinbarte Zeit Geld oder vertretbare Sachen überlässt. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen in den §§ 488 bis 505e BGB normierten Gelddarlehen und vertretbaren Sachen, bei denen es sich um Sachdarlehen (§§ 607-609 BGB) handelt, die nur eine geringe praktische Bedeutung haben.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Darlehen und Kredite gleichbedeutend verwendet. Nach 19 KWG (Kreditwesengesetz) wird der Kreditbegriff rechtlich weiter gefasst und um andere Formen ergänzt, zum Beispiel Bürgschaften und Garantien.

Gelddarlehen

Bei einem Gelddarlehen verpflichtet sich der Darlehensgeber, Dir einen Geldbetrag in der vertraglich vereinbarten Höhe zur Nutzung zu überlassen. Im Gegenzug musst Du Zinsen entrichten und den Geldbetrag bei Fälligkeit bezahlen. Für Verbraucherdarlehen ist die Schriftform zwingend vorgeschrieben. Überziehungskredite sind davon ausgenommen.
 

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Wichtig:
Die Höhe der Zinsen orientiert sich am vereinbarten Zinssatz. Fehlt eine solche Vereinbarung, ist der gesetzliche Zinssatz nach 246 BGB maßgeblich. Darüber hinaus kann der der Darlehensgeber neben den Zinszahlungen zusätzliche Entgelte von Dir verlangen, zum Beispiel den Bereitstellungszins. Er ist außerdem verpflichtet, den effektiven Jahreszins beziehungsweise Effektivzins anzugeben. Dieser drückt die Gesamtbelastung in Form des Prozentsatzes aus.

 

Kündigung und Rückzahlung eines Darlehens

Das Darlehensverhältnis zwischen Dir und dem Darlehensgeber endet mit dem Ablauf der vertraglich vereinbarten Zeit. Nach § 488 Abs. 3 BGB kann es auch gekündigt werden:

  • Handelt es sich um ein Darlehen von unbestimmter Dauer, beträgt die Kündigungsfrist für Dich oder den Darlehensgeber drei Monate.
  • Als Darlehensnehmer:in hast Du die Möglichkeit, das Darlehen ordentlich zu kündigen, sofern es sich um einen der in § 489 BGB geregelten Fälle handelt.
  • Sowohl Du als Darlehensnehmer:in als auch der Darlehensgeber können den Darlehensvertrag durch eine außerordentliche Kündigung beenden.

Verschiedene Darlehensarten

Es gibt eine Vielzahl von Darlehensarten. Abhängig von den Tilgungsmodalitäten werden diese Grundformen unterschieden:

  • Festdarlehen: Die Tilgung wird am Ende der Darlehenslaufzeit fällig, weshalb es auch Festdarlehen mit endfälliger Tilgung heißt.
  • Abzahlungs- und Ratendarlehen: Die Rückzahlung erfolgt in gleichbleibenden Raten.
  • Annuitätendarlehen: Die Kapitalleistungen sind jährlich gleichbleibend.

Darüber hinaus gibt es weitere Varianten, unter anderem das Schuldscheindarlehen, das Forward-Darlehen sowie Mischformen, die Fremd- und Eigenkapitalelemente miteinander kombinieren.

Hypothek

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Was ist eine Hypothek?

Wer eine Immobilie erwirbt, kann diese Investition in aller Regel nicht ausschließlich mit seinem Eigenkapital – also beispielsweise dem Ersparten oder einem Erbe – verwirklichen. Die Differenz zwischen dem Kaufpreis für ein Objekt und dem Eigenkapital bezeichnet man als sogenanntes Fremdkapital. Das bedeutet im Klartext, dass Du diese Summe mit einem Darlehen beschaffst. Da diese Summen beim Kauf einer Immobilie naturgemäß nicht klein sind, sichern sich die Kreditgeber ab. Sie tun das, indem sie einen Kreditwunsch entweder ablehnen, weil Eigenkapitalquote beziehungsweise Bonität nicht in Ordnung für sie sind. Oder sie nutzen ein Instrument, mit denen sie ihre Forderung gut absichern können: die Hypothek.

Hypothek bei der Baufinanzierung: Im BGB geregelt


Wichtig:
Die Hypothek ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Sie zählt zu den Grundpfandrechten und ist für das Institut, das die Baufinanzierung leistet, eine Sicherheit. Kann das Darlehen nicht oder teilweise nicht bezahlt werden, hat die Bank das Recht, die Immobilie zu veräußern. Damit generiert sie wieder die finanzierten Summen.

 

Da bei einer Baufinanzierung hohe Summen im Spiel sind, möchten sich Kreditgeber damit absichern. Für den/die Bauwillige:n bietet die Hypothek eine Möglichkeit, eine Finanzierung zu erhalten und sich den Traum der eigenen vier Wände erst möglich zu machen.

Baufinanzierungs-Angebote unbedingt vergleichen

Du solltest verschiedene Finanzierungsangebote genau überprüfen, um die optimale Auswahl zu treffen. Am besten lässt Du Dich hierzu von einem/einer Spezialist:in beraten. Es ist wichtig, im Hinblick auf den Bauwunsch und das notwendige Darlehen, die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit ehrlich zu überprüfen.

Denn können die Raten nicht mehr getilgt werden, bedeutet dies auch, dass die Hypothek greift.

Daher solltest Du die Finanzierung und Deine Möglichkeiten, diese zurückzuzahlen, sehr genau planen.

Ein Paar schaut einen Bauplan an

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Forwarddarlehen

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Was ist ein Forwarddarlehen?

Ein Forwarddarlehen ist eine Art „Zukunfts-Kredit“: Gemeint ist, dass sich Kreditnehmer:in und Bank schon jetzt auf einen Kredit mit einem bestimmten Zinssatz einigen, obwohl der vereinbarte Zinssatz erst später greift. Dadurch kannst Du Dir als Kreditnehmer:in günstige Kreditzinsen für die Zukunft sichern, auch wenn das allgemeine Zinsniveau vielleicht steigt.

Wer kann ein Forward-Darlehen abschließen?

Verbreitet sind Forward-Kredite vor allem bei der Baufinanzierung. Denn Baukredite laufen oft über Jahrzehnte, die Zinsbindungsfrist beträgt im Normalfall aber höchstens 10 bis 15 Jahre. Zum Ende dieser vereinbarten Zinsbindungsfrist brauchst Du als Kreditnehmer:in eine sogenannte Anschlussfinanzierung, also ein Darlehen über die noch verbleibende Kreditsumme. Je nachdem, wie sich das allgemeine Zinsniveau entwickelt, kann der Zinssatz dann höher oder niedriger sein.

Ein Forwarddarlehen kannst Du – je nach Bank – schon 1 bis 5 Jahre im Voraus abschließen, bevor die Zinsbindungsfrist für das alte Darlehen abläuft. Entweder bleibst Du dabei bei der aktuellen Bank, oder Du wechselst zu einem anderen Geldinstitut.

 


Wichtig:
Du musst jedoch beachten, dass Du durch das Forwarddarlehen Dein vorheriges Darlehen nicht vorzeitig kündigen kannst. Denn das Forwarddarlehen wird erst zum Zinsauslauf ausgezahlt.

 
 

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Welche Vorteile hat ein Forward-Darlehen?

Der große Vorteil ist, dass Du Dir ein aktuell günstiges Zinsniveau auch für Deine Anschlussfinanzierung sichern kannst.

Steigen später die Zinsen, dann hast Du trotzdem die Zusage der Bank, dass Dir kein höherer Zinssatz berechnet wird.

Ein weiterer Vorteil ist die Planungssicherheit: Du weißt schon jetzt, wie viel Geld Du später für die Kreditzinsen Deiner Anschlussfinanzierung aufwenden musst. Dadurch lässt sich die finanzielle Belastung über Jahre bis Jahrzehnte auf Punkt kalkulieren.

Welche Nachteile hat ein Forward-Darlehen?

Forward-Kredite sind eine Art Wette auf die Zinsentwicklung in der Zukunft. Falls das allgemeine Kreditniveau weiter sinkt, dann bist Du trotzdem an den im Voraus vereinbarten Zinssatz gebunden und zahlst somit höhere Zinsen als notwendig. Außerdem lässt sich die Bank die Zinsgarantie durch einen geringen Aufschlag auf die Zinsen bezahlen. Im Schnitt beläuft sich der Kostenaufschlag auf ca. 0,01 bis 0,03 Prozent pro Monat der Vorlaufzeit. Die Anschlussfinanzierung wird für Dich also geringfügig teurer, auch wenn das allgemeine Zinsniveau gleichbleiben sollte.

Zudem bist Du an den Kreditvertrag gebunden, auch wenn sich Deine Lebenssituation ändert. Trittst Du von dem Vertrag zurück, dann berechnet die Bank eine sogenannte Nichtabnahmeentschädigung.

Eigenkapital

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Was ist Eigenkapital?

Wenn Privatleute oder Unternehmen eine Anschaffung planen, setzen sie dafür Kapital ein. In der Bilanz, die ein Unternehmen ausweist, wird zwischen Eigen- und Fremdkapital ein Unterschied gemacht. Und auch im Finanzwesen wird in diesem Zusammenhang zwischen diesen zwei Formen des Kapitals unterschieden: Es gibt das Eigenkapital (EK) und das Fremdkapital (FK). Das Eigenkapital ist das, was der/die Käufer:in selbst für die jeweilige Summe beitragen kann. Das Fremdkapital, in der Regel die Differenz zwischen Kaufpreis und Eigenkapitalbetrag, beschafft er/sie dann beispielsweise durch eine Baufinanzierung.
 

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Was ist der Eigenkapitalanteil?

Der Eigenkapitalanteil ist der Prozentsatz, mit dem Du eine Investition aus eigenen Finanzmitteln leisten kannst. Als Beispiel soll der Kauf eines Hauses fungieren.

Der Eigenkapitalanteil an der Summe des Kaufpreises beträgt also 50 Prozent.

Der Anteil des Eigenkapitals kann sehr wichtig sein. Wenn Du ein Darlehen beantragst, wird es wesentlich einfacher gewährt, wenn das EK möglichst hoch ist. Der Kreditgeber will sich natürlich bestmöglich absichern.

Ist das Eigenkapital bezüglich einer geplanten Investition zu gering, kann es sein, dass die Bank das Darlehen ablehnt.

Was zählt alles zum Eigenkapital?

Als Eigenkapital – beispielsweise für einen Hauskauf – kannst Du alles Ersparte einsetzen, beispielsweise Bankguthaben und Sparbuchinhalte, Tages- und Festgelder. Ein Klassiker ist der Bausparvertrag. Wenn die Summe freigesetzt wird, steht sie dem/der Käufer:in zur Verfügung. Auch alles, was verdient wird – jede Art von Einkommen – wird zu Kapital, das/die der zukünftige Immobilienbesitzer:in für die Finanzierung nutzen kann. Ebenfalls zählen bereits beglichene Rechnungen und auch ein erworbenes Grundstück zum Eigenkapital.

Ist mein gesamtes Vermögen auch Eigenkapital?

 


Wichtig:
Du solltest niemals das gesamte Vermögen in eine Baufinanzierung stecken. Schließlich musst Du auch Lebenshaltungskosten und andere Anschaffungen berücksichtigen. Als finanziellen Puffer empfehlen Fachleute in der Regel 15.000 – 20.000 Euro für unerwartete Reparaturen und Mehrkosten.

 

Wer mit Fachpersonal eine solide Baufinanzierung schmiedet, legt das wirklich verfügbare Eigenkapital fest. Das gilt auch für die Raten, mit denen bei der Baufinanzierung das Darlehen zurückbezahlt wird. In diesem Zusammenhang solltest Du bei der Festsetzung der Ratenhöhe immer berücksichtigen, dass Du eventuell auch einmal die Waschmaschine ersetzen musst.

Dispokredit

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Was ist ein Dispokredit?

Eine Überziehungsmöglichkeit, besser bekannt als Dispokredit oder umgangssprachlich auch Dispo, steht in Zusammenhang mit einem Girokonto. Ob und in welcher Höhe Dir die Bank diesen Kredit in Form einer Kontoüberziehung einräumt, ist abhängig von Deiner Kreditwürdigkeit, also von der Höhe Deines Einkommens und von regelmäßigen Einzahlungen auf Dein Girokonto. Ein gewährter Dispositionskredit bedeutet also, dass Du in Höhe des von der Bank gewährten Kreditrahmens auf Deinem Girokonto ins Minus rutschen darfst.
 

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Muss meine Bank mir einen Dispokredit gewähren?

Vorab prüft die Bank Deine Kreditwürdigkeit über eine Wirtschaftsauskunftei. Bei dieser handelt es sich meistens um die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, die besser bekannt ist unter dem Namen Schufa. Der Geschäftszweck von Auskunfteien ist darauf ausgerichtet, ihre Vertragspartner – unter anderem Banken – mit Informationen über die Bonität Dritter zu versorgen.

 


Info:

Verwehrt Deine Bank Dir eine Überziehungsmöglichkeit in Form eines Dispokredits, kann das an Einträgen in der Schufa-Datei liegen, die möglicherweise fehlerhaft sind. Wird der Kredit gewährt, verlangt die Bank keine zusätzlichen Sicherheiten. Stattdessen räumst Du als Kunde durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank ein Pfandrecht ein, das bei Zahlungsausfall den Zugriff auf andere Konten ermöglicht.

 

Fakten zum Dispokredit

  • Dispokredite bedürfen keines formellen Kreditantrags. Sie sind flexibel und dafür gedacht, einen kurzfristigen Geldbedarf zu decken.
  • Das schließt auch das Recht der Banken ein, den Kredit jederzeit zu kürzen oder zu kündigen, sodass Du etwaige Disposchulden bis zur endgültigen Tilgung zeitnah abbezahlen musst.
  • Die Flexibilität von Dispokrediten lässt sich die Bank in der Regel mit sehr hohen Zinssätzen bezahlen. Diese erhöhen sich noch, wenn Du Dein Konto über die gewährte Kreditlinie hinaus überziehst.
  • Die Höhe der Sollzinsen kann je nach Bank variieren und beträgt durchschnittlich 9,68 Prozent im Jahr. Das bedeutet, dass die aktuellen Niedrigzinsen bei Dispositionskrediten nicht an die Verbraucher weitergegeben werden.

Banken sind nicht dazu berechtigt, Bearbeitungsgebühren für Kontoüberziehungen zu berechnen. Überziehst Du den Kreditrahmen, darf die Bank höhere Zinsen verlangen. Sie hat jedoch nicht das Recht, dafür eine pauschale Mindestgebühr zu verlangen.

Sofern Du Deinen Dispokredit über einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmst, kann es sinnvoll sein, diesen durch einen Ratenkredit abzulösen. Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Die Zinsen eines Ratenkredites sind wesentlich geringer.
  • Außerdem zwingt Dich ein Ratenkredit dazu, die durch den Dispokredit verursachten Schulden tatsächlich abzubauen.

Wichtig ist hierbei, vorab die genaue Kreditsumme zu berechnen und einen Ratenplan festzulegen.

Bonität

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Was bedeutet Bonität?

Der Begriff bezeichnet einerseits die Fähigkeit, andererseits auch die Bereitschaft einer Person, im Falle einer Kreditaufnahme den Zahlungsverpflichtungen vollständig und pünktlich nachzukommen.

Bei Anträgen auf eine Kreditvergabe unterziehen Banken ihre Kunden einer Bonitätsprüfung, um sicherzustellen, dass die Kreditraten abbezahlt werden können. Dabei fließen verschiedene Kriterien ein, um die Kreditwürdigkeit und Rückzahlungssicherheit zu prüfen. Online-Shops und Versandhäuser verfahren bei einem Kauf auf Rechnung genauso.

 


Tipp:

Die meisten Vermieter von Häusern und Wohnungen fragen ebenfalls die Bonität eines potenziellen Mieters ab, bevor ein Mietvertrag zustande kommt.

 

Grundlegende Voraussetzungen

Die beiden bedeutendsten Kriterien für eine Bonitätsbeurteilung sind die wirtschaftliche und die persönliche Kreditwürdigkeit. Sowohl aktuelle Gegebenheiten als auch das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit fließen in die Beurteilung mit ein. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen den Voraussetzungen der Kreditinstitute und denen von Online-Versandhändlern. Während Letztere ihren Fokus auf die Zahlungsmoral richten und aktuelles Einkommen bzw. andere Zahlungsverpflichtungen außer Acht lassen, sind gerade diese Kriterien für Banken besonders wichtig.

Ablauf der Bonitätsprüfung

Bevor eine Bank einem Kunden einen Kredit über eine mehrjährige Laufzeit bewilligt, prüft sie dessen Bonität mittels bestimmter betriebswirtschaftlich-statistischer Methoden. Am Ende steht eine individuelle Bonitätseinstufung des Kunden. Die Prüfung ist nicht nur eine Entscheidungsgrundlage, sondern wird durch das Kreditwesengesetz auch verpflichtend vorgegeben.

Wenn Du einen Kredit beantragst, musst Du bei der Bank Dein aktuelles Einkommen und parallel dazu sämtliche laufenden Zahlungsverpflichtungen belegen. Anhand der Differenz von Einnahmen und Ausgaben kann sie feststellen, ob Du in der Lage bist, Deine Kreditraten regelmäßig zu bezahlen. Dabei werden auch Deine durchschnittlichen Lebenshaltungskosten sowie eventuelle Vermögenswerte als Sicherheiten berücksichtigt. Außerdem informiert sich die Bank bei Auskunfteien wie etwa der SCHUFA über Dein Zahlungsverhalten in der Vergangenheit, über andere Kredite und Bankverbindungen, über Kundenkonten bei Lieferanten und laufende Verträge (z.B. für Mobilfunk).

 


Info:

Lieferanten informieren sich in der Regel lediglich bei den Auskunfteien, da sie nicht von jedem Kunden für jeden Auftrag Einkommensnachweise abfragen können.

 

Konsequenzen der Bonitätseinstufung

Wenn die Prüfung Deiner Bonität abgeschlossen ist, wirst Du anhand eines so genannten Scores oder einer Ratingbewertung eingestuft. Von dieser Bonitätseinstufung hängen nicht nur die Kreditentscheidungen der Banken und Sparkassen ab. Sie kann sich auch auf die Höhe der Zinssätze auswirken – je höher das Risiko für die Bank ist, desto höher sind Deine Zinszahlungen.

Halten Dich Lieferanten nach der Einstufung nicht für kreditwürdig, werden sie Dir keine Waren auf Rechnung, sondern nur gegen Vorkasse oder Nachnahme senden.

 

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