9 Homeoffice-Tipps

So arbeiten Sie erfolgreich von zuhause aus

Das Arbeiten von zuhause wird immer beliebter. Obwohl viele Berufe die Voraussetzungen dafür erfüllen, gestaltete sich die Praxis bis vor kurzem noch anders. Bis zu 80 Prozent aller Firmen könnten Homeoffice anbieten, tatsächlich gewährten dies bisher allerdings nur ca. 35 Prozent der deutschen Betriebe.

Die Vorteile von Homeoffice für die Arbeitnehmer liegen klar auf der Hand:

  • Zeitintensives und stressiges Pendeln zur Arbeit entfällt
  • Kosten für Sprit oder öffentliche Verkehrsmittel können gespart werden und die Umwelt wird geschont
  • Bessere Vereinbarkeit von Alltag und Beruf

Aber auch Firmen profitieren vom Homeoffice: Über die Hälfte der Befragten einer Studie gab an, zuhause produktiver als im Büro zu sein.

Nichtsdestotrotz bestehen auch hier Nachteile:

  • Ablenkungen durch Familie oder Mitbewohner
  • eine mangelnde Routine
  • fehlender Kontakt zu Arbeitskollegen
  • das Verschwimmen von Privat- und Berufsleben

Damit auch Sie zu Hause produktiv und entspannt arbeiten können, gibt es einige Aspekte, die Sie beachten sollten. Unsere neun Homeoffice-Tipps helfen Ihnen dabei.

 

1. Eine angenehme und produktive Atmosphäre schaffen

Sorgen Sie bei sich zu Hause mit kleinen Veränderungen für eine Wohlfühlatmosphäre. Unsere einfachen Homeoffice-Tipps für eine schöne Umgebung sind:

  • Tageslicht
  • Pflanzen
  • Sauberkeit
  • Ruhe

Sorgen Sie für ausreichendes, helles Licht. Öffnen Sie Ihre Vorhänge und lassen Sie gesundes Tageslicht herein. Pflanzen sowie angenehme Düfte heben zusätzlich Ihre Laune. Sie regen die Sinne an, was Ihre Produktivität enorm steigern kann.

Bevor sich die Kaffeetassen auf Ihrem Schreibtisch stapeln, nutzen Sie die paar Minuten zum Aufräumen gleich dafür, einmal von Ihrem Arbeitsplatz aufzustehen. Denken Sie außerdem daran, regelmäßig zu lüften.

 

2. Ablenkungen im Homeoffice vermeiden

Nebenher den Fernseher laufen lassen oder alle zehn Minuten aufs Handy gucken, um ja keine Nachrichten zu verpassen? Keine gute Idee. Das führt nur dazu, dass Sie Ihren Fokus verlieren. Wenn Sie nicht auf Hintergrundgeräusche verzichten möchten, lassen Sie lieber leise Musik laufen. Werbeunterbrechungen oder Gespräche von Radiomoderatoren lenken Sie meistens eher ab.  Leider lassen sich nicht alle Ablenkungen wie Türklingel oder Geräusche von draußen oder im Haus vermeiden. Daher ist hier Ihre Selbstdisziplin gefragt.

Wenn Sie Kinder haben, erklären Sie Ihnen, dass sie während der Arbeitszeit nur bei einem Notfall zur Verfügung stehen. So können Sie konzentriert arbeiten.

 

3. Festen Arbeitsplatz für das Homeoffice einrichten

Wer kurzfristig auf das Arbeiten von zuhause umgestiegen ist, vergisst dabei gerne, einen festen Arbeitsplatz einzurichten.

Im Idealfall beziehen Sie einen eigenen Raum, den sie klar für sich haben. Wieso nicht den Dachboden ausbauen oder ein ungenutztes Zimmer einrichten und daraus ein Arbeitszimmer herrichten? Wenn Ihnen kein eigener Raum und Platz für einen Schreibtisch zur Verfügung steht, muss oft der Esstisch als Arbeitsplatz herhalten. Dann ist die richtige Ausstattung besonders entscheidend.

 

4. Im Homeoffice für die richtige Ausstattung sorgen

Im Homeoffice sollten Sie besonders auf die Ergonomie achten. Sie vermeiden mit einem komfortablen Stuhl eine falsche Haltung einzunehmen. Außerdem müssen Sie diesen in die passende Höhe einstellen, um nicht in gebückter Haltung am Tisch zu sitzen. Eine falsche Sitzhaltung kann andernfalls häufig zu Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen führen. Sie haben nur einen Laptop von Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt bekommen? Dann sollten Sie sich zusätzlich eine Maus und eine Tastatur zu besorgen. Auch der Bildschirm darf nicht zu klein sein. Die Kosten für die Ausstattung sind Ihnen zu hoch? Dann haben wir für das Homeoffice den nächsten Tipp: Denken Sie an Ihre Steuer!

Wichtig:

Auch im Homeoffice müssen Sie an Meetings teilnehmen und mit Ihren Kollegen zusammenarbeiten. Entscheidend dafür ist die Technik, also ein stabiler Internetzugang, ein Headset und Tools wie Skype oder Microsoft Teams.

5. Steuervergünstigungen für das Arbeitszimmer nutzen

Unsere Homeoffice-Tipps gelten auch für Ihren Geldbeutel: Ein separates Arbeitszimmer bringt Ihnen neben einer vollständigen Ausrüstung sowie einer ruhigen Arbeitszone auch steuerliche Vorteile.

Sie haben keinen zumutbaren Arbeitsplatz in Ihrem Betrieb bzw. Ihr Homeoffice stellt den Mittelpunkt Ihrer beruflichen Tätigkeit dar? Dabei nutzen Sie Ihren Raum zu 90 Prozent für Ihren Job?

Tipp:

Sie können bis zu 1.250 Euro Werbungskosten für den heimischen Arbeitsplatz von der Steuer absetzen.

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Für Ihr Homeoffice berechnen Sie den prozentualen Anteil Ihres Arbeitszimmers auf Ihre gesamte Wohnfläche. Absetzen können Sie dann die Kosten für:

  • Miete
  • Heizung
  • Strom
  • Internet und Telefon
  • Einrichtungsgegenstände & Hardware bis 925 Euro (inkl. Mehrwertsteuer)

Neue Regelung: Die Homeoffice-Pauschale

Gerade während Corona konnten die wenigsten Arbeitnehmer schnell ein eigenes Arbeitszimmer einrichten. Darauf hat die Regierung reagiert und im Dezember 2020 die Homeoffice-Pauschale beschlossen.

Für diese benötigen Sie kein separates Arbeitszimmer. Es reicht aus, dass Sie von zuhause arbeiten. Dann dürfen Sie 600 Euro pro Jahr steuerlich absetzen. Das sind fünf Euro täglich, wenn Sie 120 Tage im Homeoffice sind.

Allerdings wird die Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro pauschal vom Einkommen abgezogen. Eine Steuererleichterung bringt Ihnen diese neue Pauschale also nur, wenn Sie über 1.000 Euro Werbekosten haben. Doch gerade beim Homeoffice fallen die Fahrtkosten weg, weshalb es schwieriger ist, diese Grenze zu erreichen.

 

6. To-do-Listen anfertigen

Räumlich sollten Sie nun gut eingerichtet sein. Jetzt sollten Sie Ihren Fokus auf Ihre Arbeit legen und auch diese richtig organisieren. Dies gelingt Ihnen am einfachsten anhand von To-do-Listen.

Der eine bevorzugt handschriftliche, bunt markierte Listen. Andere ziehen digitale Lösungen vor. Kalendererinnerungen, die am Bildschirm mit einem akustischen Signal aufpoppen, rücken Ihre Aufgaben immer wieder deutlich ins Bewusstsein. Fertigen Sie regelmäßig eine tägliche, wöchentliche sowie eine monatliche Liste für Ihre anfallenden Aufgaben an.

 

7. Mittagspause bewusst wahrnehmen

Einer unserer wichtigsten Homeoffice-Tipps: Die Mittagspause ist ebenfalls wichtiger Bestandteil Ihres Arbeitstages. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bei einer bestimmten Arbeitszeit eingehalten werden. Wenn Sie zwischen sechs und neun Stunden arbeiten, steht Ihnen eine Mittagspause von mindestens 30 Minuten zu. Beträgt Ihre Arbeitszeit mehr als neun Stunden, haben Sie Anspruch auf 45 Minuten Pause.

Nutzen Sie die Pausen am besten für einen Spaziergang, damit Sie auch wirklich Abstand nehmen und räumlich von Ihrem Arbeitsplatz getrennt sind. Das bewusste Abschalten ist besonders im Homeoffice wichtig. Wenn Sie alleine wohnen oder Ihr Partner auf der Arbeit ist, gibt es nämlich keine Ablenkungen. Das fördert zwar die Konzentration, allerdings besteht damit die Gefahr, dass Sie den Kopf nicht frei bekommen. Planen Sie daher solche Auszeiten bewusst ein. Die Mittagspause ist außerdem eine gute Möglichkeit, sich Zeit zum Kochen zu nehmen und sich etwas Gesundes und Leckeres zuzubereiten.

 

8. Berufliches von Privatem zeitlich trennen

Beim Arbeiten zuhause ist es besonders wichtig, das Privatleben vom Berufsleben zu trennen. Dieser Homeoffice-Tipp ist insbesondere für Führungskräfte oder Workaholics nützlich. Die fehlende räumliche Trennung von Arbeit und Freizeit müssen Sie mit einer zeitlichen ersetzen.

Bereiten Sie sich auf die Arbeit vor. Das heißt: springen Sie nicht direkt vom Bett an den Schreibtisch, sondern nehmen Sie sich die Zeit zum Wachwerden, Anziehen, Frühstücken. Fangen Sie idealerweise immer um die gleiche Uhrzeit an und hören Sie auf, wenn es Feierabend ist. Beenden Sie Ihren Arbeitstag endgültig, indem Sie Ihren Laptop oder Ihre Bürotür schließen.

To-do-Listen helfen Ihnen anfangs dabei, diese Zeiten einzuhalten. Mit dem erfolgreichen Abhaken entwickeln sich aus diesen Listen bald Routinen. Wenn etwas zu einer Routine wird, brauchen Sie keine Erinnerungen mehr. Sie beginnen und beenden automatisch Ihren Tag zu den fest eingeplanten Uhrzeiten.

 

9. Den Kontakt halten

Sie haben alle unserer bisherigen Tipps für das Homeoffice umsetzen können? Den wichtigsten Punkt haben wir uns allerdings für den Schluss aufgehoben: Suchen Sie in der Heimarbeit unbedingt den Kontakt mit Ihren Kollegen.

Persönlich vorbeischauen für ein kleines Pläuschchen auf dem Weg zum Kaffeeautomaten oder beim Chef an die Tür klopfen, weil Sie eine Frage haben – das funktioniert zu Hause nicht. Um nicht den Bezug zu den anderen Mitarbeitern zu verlieren, ist es wichtig die vielfältigen Kommunikationswege für den internen Austausch zu nutzen:

  • Telefon
  • Video-Telefonie & -konferenzen
  • E-Mails
  • Digitale Plattformen mit Gruppen/Chats etc.
  • Projektmanagement-Tools

Damit bleiben Sie regelmäßig auf dem Laufenden. Zusätzlich helfen Ihnen diese Tools dabei, die Kontakte trotz räumlicher Trennung nicht aus den Augen zu verlieren.

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